Der Schwalbenschwanz – und ein Platz für ihn in unseren Gärten
Der Schwalbenschwanz gehört für mich zu den schönsten einheimischen Schmetterlingen.
Aufgewachsen in einer Kleinstadt, war er in meiner Kindheit und Jugend ganz selbstverständlich Teil des Sommers. Zur „Schwalbenschwanzzeit“ zog ich durch unsere Siedlung – eine Straße hoch, die nächste wieder runter – und fragte bei den Nachbarn, ob ich ihre Möhrenbeete nach Raupen absuchen durfte. Damals war das nichts Ungewöhnliches, fast jeder hatte welche im Garten. Und ich bin eigentlich nie ohne Fund nach Hause gekommen.

In den Schmetterlingsbüchern jener Zeit wurde der Schwalbenschwanz noch als „Kulturfolger“ beschrieben – also als Art, die gut mit der Nähe des Menschen zurechtkommt.
Nach meinem Umzug nach Freiburg Anfang der 90er Jahre wurde er für mich jedoch immer seltener. Einzelne Tiere konnte ich noch in der weiteren Umgebung beobachten – etwa an den Hängen des Schwarzwalds, zum Beispiel am Kandel, oder auch am Kaiserstuhl. Im Stadtgebiet selbst ist mir hingegen nie einer begegnet – und ich behaupte, ich hätte ihn bemerkt.
Umso größer war meine Freude, als ich im letzten Jahr gleich mehrere Schwalbenschwänze auf unserem Kleingartengelände beobachten konnte.
Ich möchte diesen Beitrag daher nutzen, um auf den Schwalbenschwanz in unseren Gärten aufmerksam zu machen und darauf, wie wir ihn behalten und ihm wieder mehr Raum geben können.

Foto: Wolfgang Gimus / Creative Common / Attribution-Share Alike 3.0 Germany
Gerade unsere typischen Gartenpflanzen wie Möhren, Dill oder Fenchel sind für den Schwalbenschwanz wichtige Futterpflanzen. Wenn er sie findet, legt das Weibchen dort seine Eier ab – meist einzeln und gut verteilt. Die jungen Raupen sind zunächst eher unscheinbar und fallen kaum auf. Erst in den späteren Stadien werden sie größer, auffälliger – und, wie ich finde, richtig schön.
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Natürlich wird dabei auch gefressen. Dabei kann es im Einzelfall durchaus vorkommen, dass einzelne Pflanzen deutlich angefressen werden oder auch einmal vollständig verloren gehen. Da die Eier jedoch meist einzeln und gut verteilt abgelegt werden, betrifft dies in der Regel nur einzelne Pflanzen, sodass sich die Auswirkungen im Beet insgesamt meist in Grenzen halten

Foto: Holger Krisp / Wikimedia Common / Attribution 3.0 Unported
Dafür bekommt man die seltene Gelegenheit, die Entwicklung eines dieser beeindruckenden Schmetterlinge aus nächster Nähe mitzuerleben.
Was können wir tun, um den Schwalbenschwanz zu unterstützen?
Oft sind es schon kleine Dinge, die viel ausmachen. Der erste Schritt ist, aufmerksam zu sein.
Wer Raupen an Möhren, Dill oder Fenchel entdeckt, kann bei der Gartenarbeit Rücksicht nehmen – etwa beim Gießen, Jäten oder Lockern des Bodens.
Besonders wichtig wird es bei der Ernte oder beim herbstlichen Aufräumen. Die Raupen verpuppen sich an den Pflanzen oder in deren unmittelbarer Nähe. Dabei sind sie erstaunlich gut getarnt und in ihrer Färbung von der Umgebung mitbestimmt: Sie können grün sein und wie ein Teil frischer Vegetation wirken oder eher bräunlich und wie vertrocknete Pflanzenteile erscheinen.
Gerade bei der Ernte und beim Aufräumen gehen nach meiner Einschätzung viele von ihnen unbemerkt verloren.
Wenn man zuvor Raupen an den Pflanzen beobachtet hat, ist es daher hilfreich, sich etwas Zeit zu nehmen und genauer hinzuschauen. Entdeckt man dabei tatsächlich eine der gut getarnten Puppen, kann der entsprechende Stängel stehen bleiben und eventuell – damit er nicht versehentlich entfernt wird – zusätzlich markiert werden.
So besteht die Chance, dass aus den Puppen – je nach Jahreszeit – schon nach einigen Wochen Schmetterlinge schlüpfen oder erst nach der Überwinterung im Folgejahr.
Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, dass der Schwalbenschwanz wieder öfter durch unsere Gärten flattert!
Kommentare
Wer Anregungen oder Fragen hat, kann diese gerne direkt als Kommentar unter dem Beitrag hinterlassen. Auch Beobachtungen aus den eigenen Gärten – etwa zu Raupen oder Schmetterlingen – sind sehr willkommen. Jeder Hinweis hilft, ein besseres Bild davon zu bekommen, wie sich der Schwalbenschwanz bei uns im Kleingartengelände entwickelt.
Euer Reinhard, Mitglied Team Naturschutz
3 Comments
Jane Gray 9 Jahren ago
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